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RZ Headerbild fluoreszierender Kartoffel Glibber NEU 1375x773px 10 2018

Fluoreszierender Kartoffel-Glibber

So habt ihr die Kartoffel noch nie gesehen: Glibberig, schleimig und im Dunkeln leuchtend! Falls ihr noch auf der Suche nach dem perfekten Halloween-Gag seid, ist dieses Experiment genau das Richtige für euch! Aus einem Sack Kartoffeln und vermeintlich simplem Tonic Water wird mit etwas Geduld ein gruseliger Glibber, der sich prima für Scherzfotos eignet. Schleim los!

Zutaten

2,5 kg
Kartoffeln
1 l
Tonic Water

So geht’s:

Kartoffeln waschen und klein hacken – die Schale darf dabei dran bleiben.

Kartoffeln in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen. Unter Rühren etwa 3 Minuten ziehen lassen.

Kartoffelstücke mit Schöpfkelle entfernen und das Wasser für etwa 10 Minuten stehen lassen, bis sich eine weiße Schicht – die Stärke – am Boden abgesetzt hat.

Wasser abgießen, sodass nur eine klein wenig übrig bleibt, um die weiße Schicht am Boden zu lösen. Stärke mit einem Holzstäbchen umrühren, in ein Marmeladenglas füllen und kräftig schütteln. Im Anschluss nochmals 10 Minuten ruhen lassen.

Wieder bilden sich zwei Schichten. Das obere Wasser erneut abgießen, sodass saubere weiße Stärke zurückbleibt. Die Stärke ein bis zwei Tage offen stehen lassen. Die Feuchtigkeit entweicht und ein Pulver entsteht.

Ein paar Löffel Tonic Water auf das Pulver geben und alles vorsichtig umrühren, bis sich alles verbunden und die Masse eine teigige Konsistenz hat. Die Inhaltsstoffe des Tonic Waters machen, dass der Glibber im Dunkeln leuchtet!

Der Glibber ist nun bereit für Halloween. Und aus den übriggebliebenen Kartoffeln kann man noch leckeres Rösti oder ein Gratin machen!

 

(Hinweis: Abbildung weicht vom Original-Ergebnis ab)

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RZ Headerbild Ost VS West Ampelmannchen 1375x773px 09 2018

Battle: Traditionelle Kartoffelgerichte aus Ost und West

Kulinarisch begleitet die Kartoffel unsere geographische Breite schon viele Jahrhunderte. In der Bevölkerung erst gar nicht so populär, wurde sie mit der Zeit fester Bestandteil der traditionellen Küche. Aus Knollensicht daher – Tag der deutschen Einheit hin oder her – gibt es zwischen Ost und West keine Unterschiede. ObAachen oder Frankfurt an der Oder, Zugspitze oder Sylt: alle Deutschen lieben Kartoffelsalat, Kartoffelpuffer, Klöße und Kartoffelbrei. Ring frei für das Battle: vier beliebte Kartoffelgerichte in ost- und westdeutschen Interpretationen!

Kartoffelsalat

 RZ_Schwäbischer Kartoffelsalat_VS_Brandenburger-Kartoffelsalat_615x410px_09_2018.jpg

Der schwäbische Kartoffelsalat ist eher schlicht, leicht und würzig. Zubereitet aus Pellkartoffeln, Zwiebeln, Gemüsebrühe, Senf, Speck und Schnittlauch begleitet er oft weitere Salate sowie Fleisch und Wurst. Der DDR-Kartoffelsalat hingegen, kann einen fast erschlagen. Er enthält – neben Kartoffeln – Zwiebeln, Mayonnaise, Gewürzgurken, Wurstwürfel oder Fleischsalat. Sowie gekochtes Ei und – in manchen Regionen – Äpfel oder Champignons aus der Dose und ist somit schon allein ein vollwertiger Sattmacher!

Kartoffelpuffer

Z

Die Sachsen schwören auf Quarkkeulchen. Ob mit Rosinen, Apfelmus, Puderzucker oder frischen Früchten: dieses Kartoffeldessert aus geriebenen Kartoffeln, Quark, Mehl, Zucker, Vanillezucker und Ei begeistert Groß und Klein!

Die Kölner (und Rheinländer) verspeisen die eher herzhaften „Rievkooche“, die aus Ei, Mehl (oder Haferflocken), Zwiebelstücken, Salz, Pfeffer und Muskat bestehen. Reibekuchen werden mit Apfelmus gegessen oder auf einer Roggenbrotscheibe serviert. Im katholisch geprägten Rheinland gilt der Freitag als fleischlos, weswegen am Ende der Arbeitswoche in Brauhäusern oft Reibekuchentag ist und häufig auch Fisch dazu serviert wird Daher ist es auch nicht ungewöhnlich Reibekuchen auch an Fisch zu servieren.

Knödel

 RZ_Thüringer Klösse_VS_Bayrische Schupfnudeln_615x410px_09_2018.jpg

In Thüringen formt man Klöße (auch Kleese, Knölla, Hütes oder Hebes genannt) aus 2/3 rohen und ½ gekochten Kartoffeln. In manchen Gegenden – beispielsweise in Erfurt oder Plauen – werden sie mit Semmelwürfeln gefüllt. Sogar ein ganzes Museum haben die Thüringer ihrem Nationalgericht gewidmet. Die Schwaben und Bayern hingegen stehen auf Schupfnudeln. Sie bestehen zwar aus klassischem Kloßteig, haben aber eher die Form eines Fingers. Da sie mehr Fläche als Knödel haben, werden sie gerne knusprig angebraten und beispielsweise mit Sauerkraut und Speck oder auch in süß nur mit Puderzucker oder mit Mohn gegessen.

Kartoffelbrei

In Hessen liebt man „Rippche“ mit Sauerkraut und grobem, ganz klassisch zubereiteten Kartoffelbrei aus gekochter, zerdrückter Knolle, Milch, Butter und Salz. Die Lausitzer essen an seiner Statt „Teichlmauke“ bestehend aus „Abernmauke“ (Kartoffelbrei), gekochtem Rindfleisch mit viel Brühe und Sauerkraut. Abernmauke ist jedoch nicht gewöhnlicher Kartoffelbrei, sondern trägt Butterschmalz, Speck, Zwiebeln und Petersilie in sich und wird auch als eigenständiges Gericht gegessen. Ein Lieblingsrezept für Kartoffelbrei findet ihr hier!

Und, wer gewinnt das Battle? Unsere Lieblingsknolle natürlich! Zum Glück ist in unserem Herzen viel Platz – und noch wichtiger – auf unserem Teller für alle Interpretationen der Kartoffelklassiker, so bunt und abwechslungsreich wie unser Land es auch ist.

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RZ Headerbild Fischkochbucher 1375x773px 09 2018

Die besten Seafood-Kochbücher

Ahoi! Liebt ihr das Meer so sehr wie wir? Gibt es für euch nichts Schöneres, als den Duft von frischem Fisch, der durch die Kombüse wabert? Habt ihr Lust, eure Liebsten mit Köstlichkeiten von Aal bis Zander zu verwöhnen? Dann ist diese Auswahl wunderbarer Kochbücher genau das Richtige für euch! Und damit ihr richtig satt und zufrieden werdet, haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, euch die schönsten Rezepte mit Kartoffeln rauszusuchen.

Frisch gefischt – Bart van Olphen   

Bart van Olphen weiß, wovon er spricht: Der Mann ist nicht nur Spitzenkoch, sondern besitzt auch noch ein nachhaltiges Fischgeschäft in seiner Heimatstadt Amsterdam. Für dieses wunderschön opulente Kochbuch ist er zusammen mit dem Fotografen David Lofthus einmal um die Welt gereist und hat nicht nur 100 fantastische Fischrezepte, sondern auch jede Menge richtig gute Geschichten aufgespürt. Da macht schon das Durchblättern richtig glücklich! 

Kartoffel-Highlight: Geräucherter Schellfisch mit Liebstöckel-Kartoffeln und Sellerie-Remoulade

Frisch gefischt – 100 köstliche Fischgerichte aus nachhaltigem Fischfang weltweit / Verlag: Christian Verlag

 

Fisch echt einfach – A. Hirmann, M. Moser

Modern, kreativ und nachhaltig – das ist das Motto, das sich dieses hübsche Kochbuch auf die Fahnen geschrieben hat. Angela Hirmann und Markus Moser führen Schritt für Schritt in die Arten der Fischzubereitung ein und präsentieren euch tolle Rezepte mit Fischen aus heimischen Teichen, Seen und Flüssen. Dabei kommen auch Tipps und Tricks zur Verarbeitung nicht zu kurz, sodass auch Anfänger in Sachen Fischzubereitung nicht zu kurz kommen.

Kartoffel-Highlight: Fischgröstl mit Zitronenjoghurt

Fisch echt einfach – Köstliches aus heimischen Gewässern / Verlag: Löwenzahnverlag

 

Gone Fishing: Fisch und Meeresfrüchte – Mikkel Karstad  

Der Kopenhagener Koch, Foodstylist und Blogger Mikkel Karstad präsentiert seine besten Rezepte – von Scholle, Makrele und Hecht bis zu Muscheln, Krabben und Langustinen. Mit feinem Gespür für modernes nordisches Design setzt der Küchenchef die Köstlichkeiten gekonnt in Szene und garniert sie mit Wissenshäppchen zu nachhaltigem Fischfang. Die atmosphärischen Fotos von Anders Schønnemann fangen den rauen Charme der dänischen Küsten- und Seenlandschaft ein und machen das Buch zu einem Erlebnis für alle Sinne.

Kartoffel-Highlight: Gegrillter Zander mit Kartoffelcreme und Bröseln aus knusprigen Kartoffeln.

Gone Fishing: Fisch und Meeresfrüchte / Verlag: Prestel

 

Fisch & Co. – Valéry Drouet

Fisch und Meeresfrüchte lassen sich leicht zubereiten, sind äußerst schmackhaft und bieten eine Fülle an Variationen: Das beweist dieses schöne Buch mit 60 leckeren, einfachen und innovativen Rezepte für den Plancha-Grill und den Ofen. Zusammen mit den Fotos von Pierre-Louis wird daraus ein umfassendes Werk zum Schmökern und Sofort-Loskochen-Wollen!

Kartoffel-Highlight: Safranrochen mit Kartoffeln, Mandeln und Kürbis.

Fisch & Co. – Vom Grill und aus dem Ofen / Verlag: h. f. ullmann

 

 

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RZ Headerbild Kartoffel Insel Chiloe 1375x773px 09 2018

Chiloé – Die Kartoffelinsel

Chile oder Peru? Wenn es um das Ursprungsland der Kartoffel geht, scheiden sich die Geister. Und nicht wenige sind fest davon überzeugt, dass die chilenische Insel Chiloé die Wiege des südamerikanischen Goldes ist. Was man aber mit Bestimmtheit sagen kann, ist, dass Chiloé eine Kartoffelinsel ist, wie sie im Bilderbuch steht.

Kartoffelliebe mit Tradition

Chiloé ist nach der Hauptinsel Feuerinsel, die halb zu Argentinien gehört, die zweitgrößte Insel Chiles. Der Fund der vermutlich ältesten Spuren wilder Kartoffeln brachte ihr die Auszeichnung als „Weltagrarkulturerbe“ der UN-Landwirtschaftsorganisation FAO ein. Die archäologische Ausgrabungsstätte Monte Verde ist etwa 13.000 Jahre alt. Hut ab für eine so alte Kartoffelliebe!

Kartoffeln in Hülle und Fülle

Bis heute werden auf Chiloé über zweihundert Kartoffelsorten angebaut. Und die decken ein breites Farbspektrum ab: von leuchtendem Rot über dunkles Lila bis zu glänzendem Schwarz gehen die Nuancen, hinzu kommen spannende Marmorierungen, außergewöhnliche Formen und Ausprägungen.

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Das erklärte Ziel der Kleinbauern ist es, die jahrhundertealte Tradition fortzuführen und möglichst viele alte Sorten zu bewahren. Damit das gelingt, verzichten sie auf jegliche Art von Chemie und setzen als Dünger natürliche Hilfsmittel, wie beispielsweise Seetang, ein. Verkauft werden die Kartoffeln dann meist auf kleinen Märkten, aber auch in der Hauptstadt Santiago wird das Interesse an dem geschmackvollen Kulturgut immer größer.

Kartoffeln nach Chiloé-Art

Die Chilotes genießen ihre „papa nativa“ gerne frittiert oder als Bratkartoffeln. Aber auch eine ganz besondere Zubereitungsart ist typisch für Chiloé: der selbst gebaute chilenische Dampfgarer! Dafür wird ein eineinhalb Meter tiefes Loch ausgehoben und mit glühend heißen Steinen gefüllt. Darauf kommen dann Kartoffelküchlein, Muscheln, Krabben oder Fleisch. Zum Schluss wird das Ganze mit Blättern des Riesen Rhabarbers – auch Nalca oder Mammutblatt genannt – abgedeckt. Nach zwei Stunden ist das Festmahl bereit zum Verspeisen.

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RZ Headerbild Chips Rad 1375x773px 09 2018 MN

Gastro-Tipp: Chips-Rad

Wer liebt sie nicht: frische, heiße Kartoffelchips. Nur, woher nehmen, wenn nicht selber machen? Voilá, Hartmut Schroeter und das Chips-Fahrrad! Der Bonner und seine köstlichen Chipskreationen besuchen seit einigen Jahren ausgewählte Veranstaltungen im Rheinland. Das Konzept ist einfach, wie genial. Frische Kartoffelchips, außergewöhnlich gewürzt. Das Beste: man kann den Kochvorgang beobachten und die Kartoffelchips direkt aus der Fritteuse genießen. Mjam!

Das Chips-Fahrrad: einfach und genial

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Es ist das, wonach es klingt: ein autarkes, rotes Fahrrad mit integrierter Kartoffelchip-Küche, das im Freien eingesetzt wird. Hier ist auf kleinstem Platz alles untergebracht, um vor Ort Kartoffelchips zuzubereiten und dabei mit den Kunden – Schroeter trifft immer viele interessante Leute, wenn er unterwegs ist – zu schnacken. Ein geniales Konstrukt, mit Stauraum für den Kartoffelsack, großem roten Sonnenschirm und Feuerlöscher. Der Chip-Maker mit Bohrmaschinenantrieb wurde nach langer Recherche angeschafft, die Klinge nachträglich für hauchdünne Chips reduziert. Das Fahrrad beherbergt auch die gasbetriebene Frittier-Station mit zwei Fritteusen, sowie Servierfläche für alle Gewürzbehälter – zwischen 15 und 20 Stück je Event.

Kartoffelchips im neuen Gewand

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Klar, die Chips sind goldfarben, super knusprig, noch warm und voll lecker! Sie werden – je nach Kundenpräferenz und Jahreszeit – mit Salz oder Pfeffer, Bärlauch, Schinken-Käse oder Paprika gewürzt. Aber auch mit Besonderem: Trüffelsalz, Sour Cream & Onion oder BBQ-Geschmack. Beliebt sind auch die exotischeren, fruchtigen Mischungen Orange-Rosmarin oder Ingwer-Zitrone. Wie entstand das Repertoire? Durch Selbsttest!

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Dem perfekten Kartoffelchip auf der Spur

Zuerst werden die riesigen Kartoffeln – mit Schale – auf den Chips-Maker gespießt und blitzschnell zu einem Kartoffelband gedreht. Im Frittierkorb warten sie auf das 180 °C heiße Fett. In zwei Fritteusen werden die Chips kross, kühlen dann in einem Abtropfbehälter, ehe sie in riesigen Papiertüten serviert werden. Figurbewusste erhalten die Chips auch in der kleineren Pappschale. Aber wer will das schon?

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Die Kartoffel macht den Chip

Die Reise zum perfekten Kartoffelchip war lang und führte über das Testen von 18 Sorten zur Erkenntnis: nicht der Kochtyp entscheidet, sondern der Stärkegehalt und seine gleichmäßige Verteilung innerhalb der Knolle. Der Stärkegehalt ist abhängig vom Lichteinfall. Kurzum: die Kartoffeln kommen direkt vom Landwirt, der sie auch chipsgerecht lagert. Damit nicht genug: jede Kartoffelsorte erfordert andere Kniffe beim Frittieren bis zur Erlangung ultimativer Knusprigkeit. Deswegen stehen am Chips-Fahrrad stets nur Profis.

Vom Chips-Fahrrad zur Chips-Station

Demnächst erhält das Chips-Fahrrad durch einen mobilen, mietbaren Chips-Stand Verstärkung, der auch in Innenräumen einsatzfähig ist. Dann, endlich, soll jeder, der gerne möchte, selbst nach Herzenslust und mit Geling-Garantie Kartoffelchips zubereiten können. Wir tragen uns schon mal in die Warteliste ein, und Ihr?

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Wie der Sohn, so der Vater

Wenn er nicht mit dem Rad durch die Lande zieht und Groß und Klein mit hauchdünnen, gewürzten, krossen Kartoffelscheiben erfreut, arbeitet Schroeter als Digitalcoach und Trompeter. Deswegen wird jeder neue Tag am Chips-Fahrrad mit Fanfaren eröffnet. Seine Berufung als Kartoffelchip-Guru entdeckte er zufällig, als er gemeinsam mit seinem Sohn das Bike für ein Schulprojekt für „Business at School“ entwickelte. Der Sohn stellte – aufgrund der Komplexität des Vorhabens – dann doch ein anderes Projekt vor. Jetzt studiert er in Konstanz und Schroeter betreibt das Chips-Fahrrad allein. Auch so kann’s gehen. Mit Erfolg!

 

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RZ Headerbild Tipps und Tricks mit Kartoffelschalen 1375x773px 09 2018

Zu gut zum Wegwerfen: Kartoffelschalen

Innen hui und außen? Auch! Heute nehmen wir einen ganz besonderen Teil der Kartoffel unter die Lupe: die Kartoffelschale. Denn das, was beim Kartoffelschälen meist im Müll landet, lässt sich noch auf vielerlei Weisen sinnvoll, sauber oder schmackhaft im Haushalt verwenden.

Juckreiz adé!

Auch in der Hausapotheke findet die Kartoffelschale gute Verwendung. So gilt der Saft frischer Kartoffeln seit jeher als schmerzlindernd und leistet gute Dienste bei lästigen Insektenstichen. Dafür einfach die frischen Schalen mit der Innenseite auf den Insektenstich reiben. Die Schale wirkt entzündungshemmend und kühlt, sodass das schlimmste Jucken abgewendet werden kann.

Tschüss Schmutz!

Kartoffelschalen sind – Stärke sei Dank! – eine echte Geheimwaffe gegen Flecken und Verschmutzungen. Edelstahl wird wieder glänzend, wenn man es mit der feuchten Innenseite der Schalen abrubbelt; dasselbe gilt für Spiegel, die im Anschluss allerdings noch mal mit einem weichen, trockenen Tuch nachpoliert werden sollten. Außerdem lässt sich aus Kartoffelschalen auch ein 1-A-Spülmittel herstellen, um die Geschirrberge zu bezwingen. Wie das geht, könnt ihr in unserem Blogbeitrag Life-Hacks mit Kartoffeln nachlesen!

Feuer frei!

Ihr habt einen Kamin oder Ofen? Dann solltet ihr euch für den Winter einen Vorrat getrockneter Kartoffelschalen zurechtlegen. Die eignen sich nämlich hervorragend als Hilfe zum Anzünden und brennen über einen langen Zeitraum. Klar, dass Ihr die Feuerbringer auch fürs Grillen benutzen könnt. Da schmeckt die Grillkartoffel garantiert doppelt so gut!

Ciao, Chips!

Last, but not least: Kartoffelschalen sind der ideale Knabberspaß. Frittiert, gewürzt und mit Liebe serviert stehen sie den herkömmlichen Kartoffelchips in Nichts nach. Und vor allem lassen sie sich wirklich und wahrhaftig mit einfachen Mitteln selber herstellen. Und das geht so: Saubere Kartoffelschalen mit reichlich Olivenöl vermengen, bei 200 Grad im Backofen auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und ab und zu wenden. Nach 15 bis 20 Minuten sind die Schalen-Chips knusprig gebacken und können nach Herzenslust mit Salz, Chili, Rosmarin etc. gewürzt werden.

 

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RZ Headerbild Kids an die Knolle 1375x773px 08 2018

10 Jahre Kids an die Knolle

Wie sieht eine Kartoffel aus? Wie lange dauert es, bis aus ihr eine Kartoffelpflanze geworden ist? Woran erkennt man reife Kartoffeln und was kann man aus ihr zubereiten? Mit diesen Fragen beschäftigen sich seit 2008 bundesweit tausende Kita- und Schulkinder. Dabei geht es wenig um botanische Theorie und viel um gärtnerische und kulinarische Praxis. „Kids an die Knolle“ macht’s möglich!

Startschuss im Internationalen Jahr der Kartoffel

Das Projekt wurde 2008 – im internationalen Jahr der Kartoffel – vom Deutschen Kartoffelhandelsverband e.V. (DKHV) initiiert. Damals waren es noch übersichtliche 180 Schulen, die sich beteiligten. Im Jahr 2018 sind es fast 700! Kein Wunder, denn das Konzept – mittlerweile von der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert – ist einfach genial.

 RZ Kartoffel Haende Kind Erwachsener 615x410px 07 2018

Von der Kita auf den Kartoffelacker

Im April erhält jede Schule oder Kita kostenfrei einen Sack Pflanzkartoffeln und Infomaterial. Gemeinsam werden die Mutterknollen in den Schulgarten, ins Hochbeet oder in Gefäße und Säcke gepflanzt und bis in den August und September gegossen, und gepflegt. Kinder und Lehrkräfte beobachten die Pflanzen, befreien sie von Unkraut und – falls er sich zeigt – vom Kartoffelkäfer. Sie unternehmen Ausflüge auf eine nahe gelegenen Kartoffelacker oder in einen Kartoffelabpack- oder Verarbeitungsbetrieb. Oder treffen die Kartoffelkönigin.

Kidsandieknolle official

Das offizielle Foto vom Kartoffellegen der Prominenten in Heichelheim im Rahmen von „Kids an die Knolle“. Bildrechte: Heichelheimer Kartoffel e.V., Fotografin: Theresa Wassere

 

An die Knolle, fertig, los!

Das Highlight des Projekts? Die Kartoffelernte! Mutterknolle und Sproßknollen werden aus der Erde geholt. Das geht nur mit viel Fingerspitzengefühl! Wie viele sind es? Welche ist die dickste und schwerste Kartoffel? Diese Fragen besprechen die Kinder. Jetzt ist auch Zeit für Experimente! Wie hoch ist der Stärkegehalte der Kartoffel im Vergleich zu Obst, Gemüse oder Brot? Wie baue ich eine Kartoffelbatterie? Was kann man aus einer Kartoffel, einer Kupfermünze und einem verzinkten Nagel basteln? (Ein Kartoffelradio!)

 RZ Kartoffelbatterie 615x410px 07 2018

Die Knollen werden auch – mal mit Unterstützung einer regionalen Repräsentantin der Landfrauen, mal im Doppeldecker-Kochbus, mal in der Schulküche – von den Kids zu Püree, Wedges, Rösti und anderen Delikatessen verarbeitet. Ein Schmaus!

Eine ausgezeichnete Initiative

„Kids an die Knolle“ vermittelt also nicht nur die Feinheiten des Lebensmittelanbaus, sondern auch das Kochen mit frischen Zutaten und somit Ansätze der gesunden Ernährung. Das sehen auch andere so: 2017 wurde „Kids an die Knolle“ mit dem „Wir sind IN FORM“-Siegel ausgezeichnet, einer Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Sie ist eine Kooperation des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft und des Bundesgesundheitsministeriums.

Wir sagen: so soll’s sein! Und: herzlichen Glückwunsch zum Zehnjährigen! Weiter so!

 RZ Kartoffel Kartoffelmaennchen 615x410px 07 2018

Das Kartoffelmännchen ist das offizielle Logo des Schulgartenprojekts „Kids an die Knolle“ des DHKV.

 

Übrigens: Bei „Kids an die Knolle“ mitmachen ist ganz einfach: der DKHV nimmt bis Ende Februar 2019 eure Anmeldungen entgegen, Eure Kartoffel erhaltet ihr dann im Frühjahr! Das Anmeldeformular erhaltet ihr auf der Seite vom DKHV.

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RZ Headerbild Kartoffel Dreierlei togo 1375x773px 08 2018

Kartoffel-Dreierlei to-go

Picknick, Büro, Reise – ganz egal, wohin ihr geht: Packt euch Kartoffeln ein! Wir haben euch eine Reihe Rezepte zusammengestellt, die nicht nur lecker und nahrhaft sind, sondern sich auch ausgezeichnet transportieren und kalt genießen lassen.

Kartoffelbrot mit Kümmel und Feta-Aufstrich

Butterbrot ist out! Wir backen unsere Stullen aus Kartoffeln und belegen sie mit herzhaftem Käseschmelz. Das lockere Gebäck mit der markanten Kümmelnote hat das Zeug zum Klassiker und macht auch auf eurem Frühstücks- oder Abendbrottisch eine gute Figur.

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> Zum Rezept für Kartoffelbrot mit Kümmel

 

Kartoffeltaschen mit Käse und Bacon

Packt euch Taschen in die Taschen! Und in die Taschen? Kartoffeln, Käse und Bacon – unser unschlagbares Genuss-Trio. Mit diesem Rezept seid ihr der Star auf jeder Picknickdecke und in jeder Büroküche!

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> Zum Rezept für die knusprigen gefüllten Kartoffeltaschen

 

Strudelröllchen mit Kartoffel-Feta-Füllung

Der perfekte Strudel fürs Lieblingsrudel – und der perfekte Beitrag zum Spätsommer-Picknick. Mit diesen Röllchen liegt ihr auf jeden Fall richtig, denn sie sind nicht nur lecker, sondern auch ratzfatz zubereitet. Beißt zu!

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> Zum Rezept für Strudelröllchen mit Kartoffel-Feta-Füllung

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RZ Headerbild Antioxidantien SpiegleinSpieglein 1375x773px 08 2018

Antioxidantien: Ewig jung mit Kartoffeln?

In aller Munde: Antioxidantien und Superfoods. Haben Kartoffeln Antioxidantien? Ist die Kartoffel ein Superfood? Wir wollten es wissen!

Antioxidantien, das sind Vitamine (wie A, C und E), Spurenelemente (wie Zink) sowie sekundäre Pflanzenstoffe (wie Sulfide). Diese Mikronährstoffe unterbrechen – sofern ausreichend vorhanden – schädliche Kettenreaktionen der sogenannten freien Radikale und schützen unsere Körperzellen vor schädlichen Einflüssen wie Rauchen oder einer ungesunden Ernährung. Welche Nährstoffe die Kartoffel enthält und warum sie einen gesunden und ausgewogenen Ernährungsplan optimal ergänzt, haben wir Euch schon an der ein oder anderen Stelle erzählt.

Mythos Superfoods

 Lay Headerbild Antioxidantien 1375x773px 08 2018

Für ein langes, gesundes Leben sind Antioxidantien also unverzichtbar, so die Theorie. Deswegen auch der Hype um sogenannte „Superfoods“, die im Vergleich in besonders hoher Konzentration antioxidative Stoffe enthalten sollen. Rankings mit den angeblich „besten“ Superfoods gibt es viele. Oft stehen dort neben Exoten aus fernen Ländern auch regional angebaute Lieblinge, wie Blaubeere, Brokkoli, Tomate. Auch unsere Lieblingsknolle ist darauf zu finden – immer verbunden mit dem Hinweis, dass die meisten Nährstoffe und Antioxidantien unter der Schale sitzen. Der Kartoffel wird also tatsächlich nachgesagt, ein Superfood zu sein.

Tacheles: Welche Kartoffelsorten haben die meisten Antioxidantien?

Glauben an die lebensverlängernde Wirkung von Antioxidantien hin oder her, welche Kartoffelsorten haben denn nun die meisten Antioxidantien? Eine Forschergruppe der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur der Fachhochschule Osnabrück hat sich dieser Frage – zumindest für farbfleischige Kartoffeln – angenommen. Ergebnis: Highland Burgundy Red und Vitelotte (auch Trüffelkartoffel genannt) besitzen im Vergleich zu anderen Sorten ein höheres antioxidatives Potential. 

Antioxidantien in Pommes?

Zusätzlich untersuchte eine weitere Forschergruppe der FH Osnabrück gelbe, blaue und rot marmorierte sowie rein blaue Kartoffelsorten. Alle Sorten wurden gegart oder als Ofenkartoffel sowie Pommes zubereitet und dann im Labor getestet. Da die Mikronährstoffe bei der Kartoffel unter der Schale sitzen, verwundert es nicht, dass die Pell- und Folienkartoffeln am meisten Antioxidantien enthielten, gefolgt von Salzkartoffel und Pommes.

Superfood Kartoffel

Dass Pellkartoffeln von Ernährungsberatern und Medizinern deutlich stärker empfohlen werden, als Pommes, ist eigentlich keine Neuigkeit. Aber egal wie man zu Antioxidantien und Superfood-Rankings steht: Manchmal müssen es einfach Pommes sein!

PS: Die gute Nachricht ist, man kann Pommes auch im Ofen zubereiten!

 

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