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Collage Basteln

Spielzeug aus Kartoffeln: Basteln mal anders

Wie man aus Kartoffeln kulinarische Köstlichkeiten für jeden Geschmack zaubern kann, beweisen wir Euch in unserer Rezeptesammlung immer wieder aufs Neue. Aber wusstet Ihr, dass daraus auch Spielzeug und Bastelmaterial hergestellt wird? Wir haben drei witzige Produkte gefunden, die auf der Basis von Kartoffelstärke funktionieren!

Modellieren mit Kartoffelknubbeln

Was aussieht wie bunte Styropor-Knubbel, ist in Wirklichkeit ein vielseitiges Modelliermaterial auf der Basis von Kartoffelstärke, gefärbt mit Lebensmittelfarben. Es lässt sich schneiden, pressen und zu den verschiedensten Figuren und Bildern formen, vor allem aber ganz einfach zusammenkleben – ein bisschen Wasser, mehr braucht es dafür nicht.

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Wegen der einfachen Handhabung haben die „TiPs“, wie Hersteller fischer sie benannt hat, längst ihren Weg in die Kinderzimmer und Kindergärten gefunden und machen der klassischen Knete Konkurrenz. Außerdem ist es ein echtes Bioprodukt, denn die verwendete Kartoffelstärke wird aus Kartoffeln von heimischen Erzeugern gewonnen und ist zu 100 % biologisch abbaubar. Auch das Werkzeug zur Verarbeitung besteht aus Biokunststoff.

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Die fischerTiPs gibt’s in Spielwarengeschäften oder im fischerTiP-Webshop.

Schnitzen für Kinder

Eine tolle Möglichkeit für Kinder, erste Erfahrung mit der Welt des Schnitzens zu sammeln, bietet Kartoffelholz! Das Material ist ganz leicht, besteht ebenfalls aus Kartoffelstärke und lässt sich wie richtiges Holz schnitzen, sägen oder feilen – aber ohne lästiges Splittern. Im Handumdrehen lassen sich so kleine Kunstwerke fertigen, die ebenfalls einfach mit Wasser zusammenkleben und mit Farben verzieren lassen. Unter dem Namen „Pomm Schnitz“ findet ihr das Kartoffelholz auf der Website der Firma Carving Colors.

BildschirmfotoSchnitzfisch

3D-Relief aus Kartoffelstärke

Wer sich für „Malen nach Zahlen“ begeistert, für den ist vielleicht die 3D-Variante „Schnitzen nach Farben“ das Richtige. Auch hier bilden Schnitzblöcke aus Kartoffelstärke die Basis, aber bei dieser Variante entstehen dank eingearbeiteter Farbschichten Schritt für Schritt verschiedenste 3D-Bilder – Pferde, Dinos, Vögel … eine super Möglichkeit, mit kleineren Künstlern den Umgang mit scharfen Gegenständen zu trainieren. Die Schnitzbilder sind ebenfalls über Carving Colors erhältlich.

Bildschirm

BildSchnitzpferd

 
Bilder: © Fischertechnik GmbH bzw. © CarvingColors GmbH
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Kartoffelgarten

Restaurant-Tipp: Das Kartoffelhaus in Freiburg

Während die Kartoffel in manchen Restaurants ein eher untergeordnetes Dasein als Beilage fristet (natürlich absolut zu Unrecht), gibt es auch Gasthäuser, in denen die tolle Knolle der absolute Star ist. Wir stellen Euch von nun an besondere Restaurants in ganz Deutschland vor, in denen die Kartoffel die Hauptrolle spielt und die deshalb auf jeden Fall einen Besuch wert sind! Los geht es mit dem Kartoffelhaus in Freiburg im Breisgau.

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Seit über 24 Jahren servieren Bettina Meyer Heubach und Karim Madari in ihrem Kartoffelhaus in der Freiburger Innenstadt klassische und modern interpretierte Kartoffelspezialitäten aus aller Welt. Ihrem Ziel, die Kartoffel aus ihrem Schattendasein zu holen und neue aufregende Aspekte in die Kartoffelküche zu bringen, werden die beiden dabei mehr als gerecht.

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Kartoffeln in allen Facetten

Von klassischen Bratkartoffeln mit Speck und Zwiebeln über Sesamkartoffeln mit Putenbrust in Kokos-Zitronengras-Soße bis hin zu herzhaften Kartoffel-Wildkräuter-Rösti mit gebratenen Steinchampignons reicht die umfangreiche Speisekarte. Wer Ofen- und Pellkartoffeln liebt, hat die Wahl zwischen sieben ausgefallenen Dips, die nach Herzenslust kombiniert werden können. Es muss ja nicht immer Kräuterquark sein – wie wäre es zur Abwechslung mal mit Avocado-Guacamole, „feurig-frecher“ Limetten-Chilibutter oder exotischer Curry-Apfelstippe?

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Ergänzt werden die Kartoffelspeisen durch eine wechselnde Auswahl saisonaler und heimattypischer Fleisch- und Fisch-Spezialitäten. Dank eines umfangreichen Angebots an veganen, laktose- und glutenfreien Speisen kommen auch Besucher mit Unverträglichkeiten und Allergien voll und ganz auf ihre kulinarischen Kosten.

Neben einer sorgfältigen Zubereitung und einer kreativen Herangehensweise legt die Kartoffelhaus-Crew besonderen Wert auf beste und natürliche Zutaten. Aus diesem Grund bezieht das Kartoffelhaus seine Produkte nach Möglichkeit von Klein- und Kleinstbetrieben direkt aus der Region und bringt es allein im Bereich der Küche auf über 19 Lieferanten.

Nahklar Kartoffel

Für die warmen Monate gibt es inzwischen sogar einen Kartoffelgarten, in dem an der frischen Luft geschlemmt werden kann.

Kartoffelgarten

Auf nach Freiburg!

Haben wir Eure Neugier geweckt und Euch Lust gemacht auf einen kleinen kulinarischen Ausflug nach Freiburg? Mehr Infos über das Kartoffelhaus, Anfahrt, Öffnungszeiten und aktuelle Speisekarten findet ihr hier:

www.daskartoffelhaus.de

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Couch Potato

Couch-Potato: Daher kommt die Bezeichnung wirklich

Viele Redewendungen und Wörter benutzen wir ja in unserem allgemeinen Sprachgebrauch, ohne uns groß Gedanken darüber zu machen, wo sie überhaupt herkommen. „Hals- und Beinbruch“, zum Beispiel, und warum die „dümmsten Bauern die dicksten Kartoffeln haben“, können wir auch nach intensiver Recherche nicht beantworten. Woher die Couch-Potato kommt, lässt sich allerdings ganz eindeutig zurückverfolgen!

Laut Duden ist eine Couch-Potato (alternative Schreibung: Couchpotato) „jemand, der sich nicht sportlich betätigt, sondern vorwiegend [fernsehend] auf der Couch sitzt oder liegt“. Also so bewegungslos rumhängt wie ein Sack Kartoffeln. Macht Sinn, oder? Fast! Die Herleitung ist anscheinend doch eine etwas andere. Als Erfinder des Wortes „Couch-Potato“ gilt der Kalifornier Tom Iacino, die Entstehung wird auf den 15. Juli 1976 datiert. Tom hatte mit einigen Freunden eine Art Verein gegründet, die als Gegenbewegung zum damals hochakuten allgemeinen Gesundheits- und Fitnesswahn für das Herumlümmeln vor dem Fernseher einstand, inklusive Junk Food.

Die Faulpelz-Truppe nannte sich zunächst „Boob Tuber“. „Boob tube“ wurde als abschätzige Bezeichnung für das Fernsehen genutzt. An besagtem Tag kam besagter Tom wohl auf die Idee, „tuber“ durch „potato“ zu ersetzen, denn „tuber“ heißt im Englischen auch „Knolle“. Und wo sitzt man in der Regel, wenn man glotzt? Richtig: auf der Couch!

Die Couch Potato wird zur Trademark

Dass die Wortschöpfung in der Folge eine derartige Karriere hinlegte, lag jedoch vor allem am Einsatz von Robert Armstrong, einem weiteren Mitglied der Boob Tuber. Er gründete einen offiziellen Club, die Couch Potatoes, registrierte die passende Trademark, kreierte einen Cartoon und begann, Couch-Potato-Merchandise zu verkaufen. Doch damit nicht genug: Es entstand sogar eine Zeitung, „The Tuber’s Voice“, sowie ein komplettes Buch.

Der Club erfreute sich im Laufe der 1980er einer großen Beliebtheit, angeblich gab es mehrere Millionen Mitglieder. Um aufgenommen zu werden, mussten diese erstmal ein Statement abgeben, warum sie die perfekte Couch Potato sind, und ihre fünf Lieblingsfernsehsendungen auflisten. Da der Club komplett männlich war, entstand nach einiger Zeit sogar eine weibliche Variante: die Couch Tomatoes.

Bald etablierte sich die Couch Potato im englischen Sprachgebrauch – nicht zur Freude aller: In Großbritannien versuchten 2005 4.000 britische Landwirte, mit einer Kampagne die Streichung des Begriff aus dem Oxford Dictionary zu erwirken, weil er der Kartoffel ein negatives Image verleiht. Ein hehres Ziel, aber hey: Die Kartoffel steht da drüber und bleibt weiterhin gesund und lecker!

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Kartoffeln aufbewahren: So geht’s richtig!

Was man aus Kartoffeln alles Leckeres kochen, backen und braten kann, zeigen wir Euch in unserer bunten Rezeptsammlung.

Allerdings taucht immer wieder die Frage auf: Wie bewahrt man sie am besten auf, damit sie möglichst lange haltbar bleiben? Unsere Tipps für das korrekte Lagern von Kartoffeln haben wir deshalb in ein kleines How-to-Video gepackt – damit Ihr über Wochen Freude an Euren Kartoffeln habt. Natürlich nur, wenn Ihr sie vorher nicht auffuttert 😉 Viel Spaß damit!

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7 Tipps für die perfekten Bratkartoffeln

Es ist mit eine der besten Sachen, die einer Kartoffel passieren kann: Außen knusprig-kross gebraten, innen aromatisch saftig, mit leichtem Buttergeschmack, Zwiebeln und wahlweise Speck. Aber: So gut ganz simple Bratkartoffeln ohne Schnickschnack schmecken, so groß ist manchmal der Frust, wenn das Ergebnis enttäuscht: Angebrannt, zerfallen, zu fettig, zu matschig. Wir haben deshalb 7 Tipps für Euch, mit denen Euch der Bratkartoffelhimmel sicher ist!

Tipp 1: Die richtige Sorte

Klarer Fall: Mehligkochende Sorten sind für Bratkartoffeln nicht geeignet. Für den richtigen Biss sind festkochende Sorten optimal, zum Beispiel eine Allians oder Belana. Wer es etwas softer mag, kann auch zu vorwiegend Festkochenden wie etwa Gala greifen – damit bekommt man die Kombination außen knusprig – innen „schmatzig“ gut hin.

 

Tipp 2: Vorkochen oder nicht?

Hier scheiden sich oft die Geister. Fakt ist: Beides funktioniert. Sind die Kartoffeln roh, ist allerdings mehr Gefühl dafür gefragt, gleichzeitig die richtige Knusprigkeit und Garzeit hinzubekommen. Unsere folgenden Tipps basieren deshalb auf bereits gekochten Pellkartoffeln – idealerweise vom Vortag, denn dann sind sie richtig ausgekühlt und können gut in Scheiben geschnitten werden. Diese sollen übrigens nicht zu dünn ausfallen, damit sie nicht brechen: 5 mm dürfen es ruhig sein.

 

Tipp 3: Die richtige Pfanne

Mit einer beschichteten Pfanne geht Ihr natürlich auf Nummer sicher, denn um hier was anbrennen zu lassen, muss man sich schon richtig anstrengen. Um die Kartoffeln aber so richtig knusprig zu kriegen, ist eine gußeiserne Pfanne die ideale Wahl, da sie so richtig viel Hitze entwickelt. Beachtet auch: Nur 2/3 des Pfannenbodens dürfen von Kartoffelscheiben bedeckt sein, damit alle gleichmäßig bräunen können.

 

Tipp 4: Das richtige Fett

Keine Butter an die Bratkartoffeln! Diese enthält zu viel Wasser und Milcheiweiße, die bei großer Hitze (Ihr merkt, die brauchen wir) verbrennen. Die Butter wird dunkel, und im schlimmsten Fall schmecken die Kartoffeln bitter. Wer den Geschmack liebt, greift einfach zu Butterschmalz: Mit dem sind auch hohe Temperaturen kein Problem. Auch ein neutrales Pflanzenöl, zum Beispiel aus Sonnenblumen, ist gut geeignet. Die Menge richtet sich nach der Pfannenart: Bei beschichteten braucht Ihr auf jeden Fall weniger als bei einer gußeisernen. Die Scheiben sollen nicht schwimmen, aber auf jeden Fall jede für sich ihr Fett wegbekommen.

 

Tipp 5: Die richtige Temperatur

Nur Mut: Wir brauchen tatsächlich hohe Temperaturen, also ruhig 9 von 10, kurz vor Anschlag usw. Nur so funktioniert die sogenannte Maillard-Reaktion richtig, bei der die Kartoffeln die gewünschte Bräune erhalten …

 

Tipp 6: Nicht kratzen

… Und dann gilt es vor allem, die Panik im Griff zu behalten: Die Scheiben werden (in einer nicht beschichteten Pfanne) erstmal anbacken. Jetzt aber nicht gleich hektisch herumkratzen, um ein vermeintliches Anbrennen zu vermeiden! Nach ein paar Minuten werdet Ihr merken, dass sie sich wieder leicht und vollständig lösen lassen – dann ist die Zeit fürs Wenden. Jede Seite braucht so rund 3 bis 4 Minuten.

 

Tipp 7: Zutaten zum Schluss

Während Ihr die Kartoffeln ruhig schon salzen könnt, wenn sie in die Pfanne kommen, sieht das beim Pfeffer anders aus. Damit der sein Aroma behält, kommt er frisch gemahlen und erst kurz vor Schluss zum Einsatz. Gleiches gilt für Zwiebeln und/oder Speck: Wenn diese schon von Anfang an mitbraten, werden sie schwarz. Entweder packt Ihr sie nach dem Wenden mit dazu, oder – noch besser – gönnt ihnen ihre eigene Pfanne.

 

Klingt vielleicht viel, ist aber alles eigentlich ganz einfach. Und wer einmal den Dreh raushat, wird so schnell keinen Matsch mehr auf dem Teller haben, sondern wunderschöne, goldgelbe, knusprige Bratkartoffeln deluxe. Viel Erfolg!

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Kartoffel China

Und in China fällt ein Sack Kartoffeln um: Warum das Land der Mitte dem Reis untreu werden soll

Warum das Land der Mitte dem Reis untreu werden soll

Was ist das Hauptnahrungsmittel in China? Klar – Reis, dürfte da jeder wie aus der Pistole geschossen antworten. Doch der macht dem Land zunehmend Probleme: Der Anbau verbraucht viel Wasser, die Böden sind teilweise stark von Pestiziden belastet – und aufgrund der rasant wachsenden Städte gibt es immer weniger Ackerfläche. Die genügsame Kartoffel kann die Lösung für dieses Problem sein.

Viele wissen es gar nicht, aber China ist der größte Kartoffelproduzent der Welt. Rund 80 Millionen Tonnen auf 5,3 Millionen Hektar sind es zur Zeit. Trotzdem ist der Pro-Kopf-Verbrauch im Vergleich relativ gering: Zu sehr ist nach wie vor der Reis als traditionelles Grundnahrungsmittel im kollektiven Ernährungsbewusstsein verankert. Die Kartoffel – oder „tudou“, was sich wörtlich mit „Erdbohne“ übersetzen lässt – wird meistens nicht als Beilage, sondern als Gemüse zubereitet.

Doch das will die chinesische Regierung jetzt ändern: In den nächsten zehn Jahren soll die gesamte Anbaufläche auf 10 Millionen Hektar verdoppelt werden. Die Gründe dafür sind einleuchtend: Das Land der Mitte verfügt über immer weniger Agrarfläche, besonders im Norden des Landes sind viele Böden bereits unfruchtbar. Aufgrund des Klimawandels breitet sich die Steppe immer weiter aus, und auch die Belastung mit Pestiziden wird zunehmend zum Problem. Die Winter sind lang und kalt, die Sommer trocken. Reis wächst bei solchen Bedingungen überhaupt nicht, Weizen und Gerste nur noch schlecht. Die Kartoffel hingegen kommt mit solchen rauen Umständen klar. Aber damit nicht genug: Der Wasserverbrauch ist um ein Drittel niedriger als beim Reisanbau, die Erträge pro Hektar fast dreimal so hoch. Und dank ihres hohen Vitamin-C-Gehalts und anderen wertvollen Inhaltsstoffen steht die Knolle dem Reis in Sachen Nährwert um nichts nach – viele schlagkräftige Argumente also, die für eine dauerhafte Etablierung der Kartoffel als Grundnahrungsmittel sprechen!

Allein: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, das ist in China nicht anders als hier bei uns. Und deshalb setzt die Regierung nicht nur auf Gelder für die Verbesserung von Pflanzgut, sondern auch auf eine groß angelegte Image-Offensive: Die Kartoffel ist ein Star auf Plakaten, wird in Kochshows im Fernsehen gefeiert und auf Websites in tausendundeiner Zubereitungsart, natürlich mit Rezepten, präsentiert. 

Diesen Einsatz können wir natürlich nur unterstützen. Deshalb schicken auch wir viele Grüße an die Chinesen und sagen: Gebt der Kartoffel eine Chance – Ihr werdet es nicht bereuen! 

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Maaquoda3 Kartoffel

Leckere Blogparade: die Kartoffel weltweit

Unsere Kartoffel ist eine Globetrotterin. In fast allen Regionen der Welt ist sie zu Hause: Von ihrem Herkunftsort, den südamerikanischen Anden, über Afrika bis nach Sibirien. Überall kennen und schätzen die Menschen sie als Grundnahrungsmittel und als Zutat für Gerichte, die nach Heimat schmecken – und für uns manchmal neu und exotisch. 

Abgesehen davon, was man hierzulande alles Tolles mit der Kartoffel anstellt, sind wir also immer für Euch auf der Suche nach spannenden Rezepten mit außergewöhnlichen Arten der Zubereitung und internationalem Flair. Nun haben wir uns aber gefragt: Warum fragen wir nicht auch mal die, die seit Jahren der Jagd nach kulinarischen Hochgenüssen verfallen sind?! Bei unserem Blogger-Event im vergangenen September und der zugehörigen Rezept-Challenge konnten wir uns bereits von der unbändigen Kreativität vieler Foodblogger überzeugen. Jetzt gehen wir in die nächste Runde und starten unsere große Blogparade. Das Thema: die Kartoffel weltweit!

Und so funktioniert’s: Wir haben verschiedene bekannte Foodblogger aus ganz Deutschland eingeladen, für uns und Euch ihre ganz eigene Rezept-Interpretation unseres Mottos zu kreieren. Ihrer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Die einzige Bedingung: Es muss ein Gericht mit internationalem Einfluss sein ­– und natürlich mit Kartoffeln. Logisch. Im Laufe der nächsten Wochen wird also in diversen Blogs Kartoffelalarm herrschen! Unter dem Hashtag #diekartoffelweltweit und natürlich über unsere Seiten auf Instagram und Facebook bekommt Ihr immer als erste mit, was unsere Teilnehmer alles aus unserer Lieblingsknolle zaubern. Aber keine Angst: Am Ende der Aktion werden wir noch mal alle Beiträge zur Blogparade hier für Euch sammeln.

Und jetzt legen wir direkt los: Den Startschuss zu unserer kulinarischen Weltreise geben in dieser Woche Theres und Benni von gernekochen.de mit ihrem Rezept für Maaqouda – Marokkanische Kartoffelplätzchen.

Update!

Mirja von Kuechenchaotin.de hat uns ihr leckeres Thai-Curry mit Kartoffeln gekocht.

Bei Sascha und Torsten von Die Jungs kochen und backen gab es dank ihrer amerikanischen Hashbrowns mit pochiertem Ei ein großartiges Kartoffelfrühstück.

Nadine und Jörg von eat this haben uns mit ihrer veganen Kumpir mit Paprika-Couscous, Rotkohl und Rucola richtig Lust auf Riesenkartoffeln gemacht.

Viel Spaß mit unserer Blogparade, und denkt dran: Nachkochen ausdrücklich erwünscht :)!

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Rose Kartoffel

Rosen erfolgreich pflanzen – mit Kartoffeln

Was haben wir eigentlich immer mit Kartoffeln und Rosen? Das wissen wir auch nicht so richtig, aber offenbar sind sie ein richtig gutes Team! Nach all der Zeit, die es unseren Kartoffelblog jetzt gibt, sind wir immer wieder erstaunt, welche Talente die Knolle noch verbirgt. Heute zeigen wir Euch, wie Ihr sie dazu nutzen könnt, Eurem grünen Daumen etwas nachzuhelfen und eine wunderschöne Rosenplanze zu ziehen!

Ihr braucht:

Eine Rose
Eine Kartoffel
Einen Bohraufsatz oder Korkenzieher
Einen Blumentopf
Blumenerde
Eine Plastikflasche
Ein Teppichmesser oder eine scharfe Schere

Und so gehts:

Um Eure Rose dauerhaft zu behalten, müsst Ihr sie leider zunächst einmal opfern: Schneidet den Kopf etwa drei Zentimeter unter der Blüte ab, entfernt alle Blätter vom Stiel und schneidet diesen am unteren Ende schräg ab. So bekommt Ihr Euren Steckling, der später Wurzeln schlagen soll.

Jetzt nehmt Ihr die Kartoffel und bohrt dort etwa bis zur Hälfte ein Loch mit dem Bohraufsatz oder Korkenzieher hinein. Achtet darauf, dass der Durchmesser nur so groß ist, dass Ihr den Steckling zwar gut hineinstecken könnt, er aber nicht wackelt.

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Den Boden des Topfes nun etwa fünf Zentimeter dick mit Erde beschichten und die Kartoffel mit dem hineingesteckten Stiel daraufsetzen. Anschließend weiter mit Erde auffüllen, etwa zu ¾ der Topfhöhe. Alternativ könnt ihr die „Kartoffelrose“ natürlich auch direkt im Garten eingraben.

Für ein kleines Gewächshaus nehmt ihr die Plastikflasche, schneidet den Boden ab und stülpt sie ­­– ohne Deckel – über den Steckling. Jetzt nur noch drumherum gut angießen und fertig! Nun gibt die Kartoffel nach und nach Nährstoffe und Feuchtigkeit an die Rose ab, damit sie gut Wurzeln schlagen kann.

Den Topf stellt Ihr am besten an eine warme Stelle mit viel Sonnenlicht. Die Erde feucht halten. Nach 10 Tagen könnt Ihr prüfen, ob sich schon Wurzeln gebildet haben, indem Ihr vorsichtig an der Pflanze zieht. Spürt Ihr einen Widerstand, könnt Ihr die Plastikflasche entfernen und die Rose weiterhin an ihrem warmen Platz heranziehen. Soll sie später mal nach draußen verpflanz werden, könnt Ihr sie abhärten, indem Ihr den Topf immer wieder für ein paar Stunden rausstellt.

Viel Erfolg!

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Alte Sorten 2

Echte Raritäten II – außergewöhnliche Kartoffelsorten

Hallo zusammen! Heute geht es weiter mit unserer kleinen Raritätenkunde über alte Kartoffelsorten, die wir in einem ersten Teil begonnen hatten, die zwar nicht in jedem Supermarkt nebenan liegen, aber trotzdem eine Vorstellungsrunde wert sind. Alle anderen dürfen uns gerne zu diesen nächsten Sorten folgen, die mit ihren Farben, Formen und nicht zuletzt ihrer langen Geschichte besonders interessant sind.

Asparges
Dänische Spargelkartoffel

Asparges Kopie

Herkunft: Dänemark, 1872
Kochtyp: festkochend
Fleisch: gelb
Schale: fein, glatt
Größe: 40-120 mm
Reifegruppe: mittelfrüh bis spät

Die Sorte Asparges wird auch Dänische Spargelkartoffel oder Fingerkartoffel genannt – bei dem Aussehen kein Wunder. Sie stammt aus Dänemark und dem Jahr 1872. Optisch ähnelt sie stark der französischen Feinschmeckersorte La Ratte. Milder, feiner Geschmack.

Blauer Schwede
Blue Congo/Idaho Blue

Blauer Schwede Kopie

Herkunft: Südamerika oder Schweden
Kochtyp: vorwiegend festkochend bis mehligkochend
Fleisch: violett-weiß marmoriert
Schale: dunkelviolett mit flachen Augen
Größe: 35-65 mm
Reifegruppe: mittel bis spät

Die Herkunft der Sorte Blauer Schwede, auch als Blue Congo bekannt, ist nicht genau belegt. Manche vermuten ihren Ursprung in Südamerika, wo sie auch heute noch in den Bergregionen angebaut wird, andere Quellen besagen, dass schwedische Einwanderer sie nach Amerika brachten. Die Blüten ihrer Pflanze sind blau-violett, die Schale dunkelviolett und das Fleisch violett marmoriert. Blaue Schweden schmecken nussig und leicht süßlich. Die Sorte war Kartoffel des Jahres 2006.

King Edward

Herkunft: England, 1902
Kochtyp: vorw. festkochend bis leicht mehlig
Fleisch: gelb
Schale: gelb mit hellroter Maserung an den Augen
Größe: 20-55 mm
Reifegruppe: mittelfrüh bis spät

Die englische Sorte King Edward ist eine der ältesten, die dort immer noch produziert und vertrieben werden. Sie war vor allem in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts sehr populär und in Europa weit verbreitet. Aber auch heute findet man auf der Insel noch größere Anbauflächen. Ihren Namen bekam sie wahrscheinlich, weil sie aus dem gleichen Jahr stammt, in dem King Edward VII gekrönt wurde.

Rosa Tannenzapfen
Pink fir Apple

Rosa Tannenzapfen Kopie

Herkunft: Europa, 1850
Kochtyp: festkochend
Fleisch: gelbfleischig
Schale: leicht rosa mit innen liegenden Augen
Größe: 40-120 mm
Reifegruppe: sehr spät

Die genaue Herkunft diese Sorte ist nicht genau bekannt, fest steht aber, dass sie seit 1850 in verschiedenen europäischen Ländern angebaut wurde. In Belgien wird sie auch Corne du Gatte (Ziegenhörnchen) genannt. Die länglichen Knollen schmecken würzig, haben eine rosafarbene Schale und gelbes Fleisch. Die Sorte neigt zu seitlichen Auswüchsen und wird manchmal mit dem Bamberger Hörnchen verwechselt.

Vitelotte

Vitelotte Kopie

Herkunft: Frankreich, vor 1830
Kochtyp: festkochend
Fleisch: violett marmoriert
Schale: dunkelblau-violett, relativ dick
Größe: 20-55 mm
Reifegruppe: spät

Die Vitelotte hat noch viele weitere Namen: Trüffelkartoffel, Negresse, Blaue Kartoffel, Truffe de Chine … sie ist wohl eine der bekanntesten blauen bzw. violetten Kartoffeln und hat einen feinen, maronenartigen Geschmack. Die Sorte hat tief liegende Augen und eine dicke Schale, lässt sich aber gut schälen.

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