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kartoffel macht schule

Die Kartoffel macht Schule

Am besten erlebt man, wie Kartoffeln wachsen, mit eigenen Augen. Zum Beispiel in einem Schulgarten im Rahmen des DKHV-Projekt Kids an die Knolle.

Gartenarbeit statt Klassenarbeit

Wie wäre es, einem nachwachsenden Rohstoff einmal beim Nachwachsen zuzusehen? Oder einmal zu essen, was man auch selbst gepflanzt, gepflegt und geerntet hat? Das Projekt „Kids an die Knolle“ macht mit einem Schulgarten genau das möglich und für alle Altersstufen interessant.

Und so funktioniert Kids an die Knolle:

Jede Schule bekommt bis zu zwei an (die regionalen Bedingungen angepasste) Kartoffelsorten. So kann man direkt vergleichen, wie sie wachsen und sich entwickeln. Damit beim Anbau alles glatt läuft, steht die DKHV-Geschäftsstelle in Berlin mit Rat und Tat zur Seite: Sie stellt den Kontakt zu Experten her, hilft bei der Planung von Ausflügen, gibt Hinweise zum Anbau und den Sorten, zu Pflanzenkrankheiten und Schädlingen.

Schulnote: sehr lecker!

Nach der Ernte gibt es zum Abschluss ein Kartoffelfest oder einen gemeinsamen Kochtag mit den Eltern. Was man in der Zeit bis zur Ernte mit den Pflanzen erlebt und gelernt hat, wird in einem „Kartoffeltagebuch“ festgehalten – zusammen mit Rezepten, Bildern, Fotos u.v.m. 

Appetit bekommen?

Informationsmaterial zum Thema Schulgarten oder das Projekt „Kids an die Knolle“ gibt es direkt beim DKHV.

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Sortenvielfalt

Kartoffelsorten: Für jeden was dabei

Wie viele Kartoffelsorten gibt es eigentlich weltweit? So viel sei schon verraten: eine ganze Menge! Wie sie sich unterscheiden und und welche die wichtigsten in Deutschland sind, erfahrt ihr hier.

Langsam oder von der schnellen Sorte?

Kartoffeln haben ohnehin schon viele regionale Bezeichnungen wie Erdäpfel, Grundbirnen, Tüften oder Abern. Weltweit gibt es aber für fast jeden Verwendungszweck und fast jedes Klima eine passende Kartoffelsorte – über 5.000 insgesamt. Ganz schön vielseitig, oder?

Die vielen Sorten unterscheidet man nach Geschmack, Farbe und Form. Für die Anbauer sind allerdings Verwendungszweck und Reifezeit von Bedeutung. Es gibt frühreife Kartoffelsorten, die 90 bis 110 Tage bis zur Reife brauchen, mittelfrühe mit 120 bis 140 Tagen Reifezeit und schließlich die Nachzügler, die mittel-späten Kartoffelsorten, die ganze 140 bis 160 Tage reifen.

Salat oder Suppe: Welcher Kochtyp für welches Gericht?

1386257be2Wer Kartoffeln kauft, richtet sich am besten nach ihrem Verwendungszweck, der oft auf den Netzen und Packungen mit einem Farbcode angegeben ist.

Die Speisekartoffeln unterteilt man in festkochende, vorwiegend festkochende und mehligkochende Sorten. Und das weist darauf hin, was man Leckeres aus ihnen machen kann:

Die festkochenden Sorten eignen sich zum Beispiel gut für Bratkartoffeln oder Kartoffelsalat, weil sie nicht zerfallen.

Aus vorwiegend festkochenden Sorten bereitet man Salzkartoffeln zu oder verwendet sie in Suppen und die mehligkochenden Varianten werden für Kartoffelpüree oder Eintöpfe genutzt.

Außerdem gibt es noch die „Veredelungssorten“ die zu Pommes frites und Kartoffelchips verarbeitet werden und darum im Supermarkt nur selten zu finden sind.

Wie viele Kartoffelsorten gibt es in Deutschland?

In Deutschland sind etwa 150 Speisekartoffelsorten zugelassen. Es gibt 10 bis 15, die besondere wirtschaftliche Bedeutung haben. Nicht alle Sorten können auf allen Standorten gleich erfolgreich angebaut werden. Hinzu kommt, dass die Geschmäcker in Deutschland bei Kartoffeln übrigens sehr verschieden sind: Im Nordwesten Deutschlands isst man lieber festkochende Sorten wie Belana oder Princess sowie Anabelle, in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Thüringen und Sachsen mag man die vorwiegend festkochenden Sorten wie Gala, Marabel oder Toscana. Mehligkochende Kartoffeln, zum Beispiel Gunda, Miranda, Melody oder Talent werden in Ostdeutschland und Bayern gern gegessen.

Warum Kartoffelsorten meistens weibliche Namen tragen

Die meisten Kartoffelnamen sind übrigens weiblich. Die Legende sagt, dass früher der Bauer seine beste Kartoffel nach seiner schönsten Tochter benannt hat.

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Verpackung hoch Kartoffel

Das Kartoffeletikett – ein Buch mit 7 Siegeln?

Ist Feldperle eine Marke oder eine Sorte? Woran sehe ich, welche Qualität meine Ware hat? Auf dem Etikett und der Verpackung finden sich viele Angaben, die den Käufer über Inhalt und Herkunft der Ware informieren. Die Erläuterungen zu den wichtigsten Angaben finden Sie hier.

Lieber aussuchen als suchen.

Wenn ihr vor dem Kartoffel-Regal im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt steht, ist die Auswahl oft riesig. Wie aber findet iht, was ihr sucht, in der Qualität, die ihr wollt? Auf dem Markt könnt ihr den Händler fragen – im Supermarkt hilft ein Blick auf das Etikett. Und natürlich ein Blick auf die Kartoffeln selbst. Denn falsche Lagerung oder Transport kann den Kartoffeln zu schaffen machen. Achtet darum auf folgende Zeichen für Frische und Qualität:

  • Die Kartoffeln sollen eine gleichmäßige gelbbraune Farbe und keine Runzeln oder Druckstellen haben.
  • Frische Kartoffeln riechen erdig und werden trocken im Regal gelagert.

Augen auf das Etikett!

Damit Sie „ihre“ Kartoffeln im Handel finden, helfen Etiketten oder Schilder, bei der Auswahl. In Deutschland sind viele Angaben für den Händler verpflichtend. Aber auch freiwillige Angaben wie Qualität oder Herkunft sind auf dem Etikett möglich. Bei abgepackten und losen Kartoffeln werden Ihnen folgende Angaben begegnen

Verkehrsbezeichnung – Handelt es sich um „Speisekartoffeln“ oder „Speisefrühkartoffeln“. Kartoffeln, die ab Januar bis zum 10. August geerntet werden, werden als Frühkartoffeln angeboten.

Sortenbezeichnung – Hier finden Sie den Namen der Kartoffelsorte

Kochtypenbezeichnung – Die Typen „festkochend“ ,“vorwiegend fest kochend“ , „mehlig kochend“ werden mit einem Farbcode angegeben. Rot steht für vorwiegend festkochende, grün für festkochende Kartoffelsorten und blaue Farbe weist auf mehligkochende Kartoffeln hin.

Nennfüllmenge – Inhalt einer Verpackung in kg oder Stück.

Name und Anschrift des Produzenten, des Verpackers oder des Inverkehrbringers – das sind Ihre ersten Ansprechpartner für Fragen rund um die Kartoffel

Größensortierung – Sagt Ihnen, wie groß die Knollen in der Verpackung sind. Angegeben werden die Werte für die größte und die kleinste Knolle.

Anbauart – Unter diese Angabe fällt zum Beispiel, ob Ihre Knollen „aus ökologischem Anbau“ stammen.

Herkunft – Hier können freiwillig sowohl das Ursprungsland oder auch eine Region Deutschlands genannt werden.

Qualität nach den Berliner Vereinbarungen

Kartoffeln sind Qualitätsware, die nach den Berliner Vereinbarungen in „Qualität I“ oder „Qualität Extra“ (siehe auch www.berliner-vereinbarungen.de) oder nach den UNECE-Normen ausgewiesen werden können.

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